| Entfernung | Ort | Beispiel |
| 1 m | System | Multicomputer |
| 10 m | Raum | Local Area Network |
| 100 m | Gebäude | |
| 1 km | Campus | |
| 10 km | Stadt | Metropolitan Area Network |
| 100 km | Land | Wide Area Network |
| 1000 km | Kontinent | |
| 10000 km | Planet | Das Internet |
Wie man in der Tabelle 1 sieht, stehen oben die Multiprozessorsysteme, bei denen mehrere Prozessoren über einen gemeinsamen Bus am Arbeitsspeicher hängen. Danach kommen die eigentlichen Netzwerke: Computer die über lange Kabel miteinander kommunizieren. Diese werden in vier Größenordnungen unterteilt: Local Area Networks (LAN), Metropolitan Area Networks (MAN), Wide Area Networks (WAN) und Internetworks. Als Internetworks werden Netzwerke bezeichnet, die sich aus mehreren großen Netzen zusammensetzen. Diese Größenordnungen werden unterschieden, da in jeder Größenordnung andere Netzwerktechnologien zum Einsatz kommen.
Die bei LANs verwendete Übertragungstechnik basiert oft auf einem einzigen Kabel an das alle verbundenen Rechner angehängt sind. Gängige Übertragungsleistungen sind 10 oder 100 Mbps, bei sehr geringer Verzögerungszeit (um die 10 µs) und sehr wenigen Netzwerkfehlern.
Bild 1: Netzwerk-Topologie: Bus und Ring
Ein Endscheidungsmechanismus ist notwendig, wenn mehrere Maschinen gleichzeitig senden wollen. Dieser kann zentralisiert oder auf alle Maschinen verteilt sein. Z.B. IEEE 802.3, normalerweise als Ethernet bezeichnet, ist ein Bus-basierendes Broadcast-Netzwerk, mit dezentraler Kontrolle und einer Übertragungsgeschwindigkeit von 10, 100 oder 1000Mbps.
Der zweite Netzwerktyp unter den Broadcast-Netzwerken ist der Ring. In einem Ring verbreitet sich jedes gesendete Bit von allein. Während ein Paket gesendet wird, kann es sein, dass einige Bits bereits den ganzen Ring umrundet haben, noch bevor das ganze Paket gesendet wurde. Wie bei anderen Broadcast-Systemen, werden auch hier Entscheidungsregeln beim gleichzeitigen Senden in den Ring benötigt. IEEE 802.5 (der IBM Token Ring) ist ein verbreitetes ring-basiertes LAN, mit einer Übertragungsrate von 4 oder 16 Mbps.
Bei Broadcast-Netzwerken wird zwischen statischen und dynamischen Netzwerken unterschieden, je nachdem wie der Datenkanal organisiert ist. Eine typische statische Einteilung wäre ein Datenkanal, der in Zeitintervalle aufgeteilt wird und jedem Rechner in fester Reihenfolge ein Zeitintervall zur Verfügung stellt (Round Robin Algorithmus). Dies vergeudet vorhandene Übertragungskapazität, denn Intervalle in denen der zugeteilte Rechner nichts sendet, bleiben ungenutzt. Daher verteilen die meisten Systeme den Datenkanal dynamisch.
Dynamische Zuteilungsverfahren für einen gemeinsamen Kanal, sind wiederum entweder zentralisiert, oder dezentralisiert. Beim zentralisierten Zuteilungverfahren gibt es eine einzige Entscheidungsinstanz, z.B. eine Bus-Einteilungs-Einheit (bus arbitration unit), welche festlegt, wer als nächstes dran ist. Dies könnte die Einheit realisieren, indem sie Rechneranfragen empfängt und dann Aufgrund eines internen Algorithmus entscheidet wer senden darf. In der dezentralisierten Methode gibt es keine solche Instanz, jede Maschine entscheidet selbst wann sie sendet, und wann nicht. Es gibt auch Punkt-zu-Punkt LANs, diese stellen aber eine Art Mini-WAN dar.
Bild 2: DQDB - Distributed Queue Dual Bus
In den meisten WANs besteht das Subnetz aus zwei verschiedenen Bestandteilen: Übertragungsleitungen, und Verbindungsgeräte. Übertragungsleitungen übertragen die Datenpakete zwischen den Rechnern. Die Verbindungsgeräte sind spezielle Computer, die mehrere Übertragungsleitungen miteinander verbinden. Wenn Daten an einer Eingangsleitung des Verbindungsgerätes ankommen, wählt das Verbindungsgerät eine Ausgangsleitung, um die Daten dorthin weiterzuleiten.
Diese Verbindungsgeräte werden allgemein als Router bezeichnet. Ein Router verbindet zwei Segmente logisch miteinander, wogegen ein Repeater zwei Segmente physikalisch verbindet. Daten für das lokale Segment gehen nicht über den Router hinweg, während ein Repeater unterschiedslos alle Daten weiterleitet [JK].
In diesem Modell (siehe Bild 3) ist jeder Hostrechner grundsätzlich in einem LAN eingebunden, in dem ein Router vorhanden ist. Es gibt natürlich Einzellfälle in denen ein Rechner direkt mit einem Router verbunden ist (z.B. bei großen Servern). Die Menge aller Router und Übertragungsleitungen bilden das Subnetz.
Bild 3: Ein Subnetz verbindet mehrere LANs.
Eine wichtige Fragestellung beim Entwurf eines Subnetzes ist, wie die Router topologisch angeordnet werden sollen. Lokale Netze haben normalerweise eine symmetrische Topologie. Bei WANs ist das kaum möglich, deswegen sind die meisten Netze unregelmäßig angeordnet.
Drahtlose Netzwerke sind keine neue Erfindung. Bereits 1901 hatte der italienische Physiker Guglielmo Marconi einen drahtlosen Telegrafen vorgestellt. Da Telegrafen mit Punkt- und Strich-Codes auch Binärdaten übermitteln, kann man diese als Urform der Netzwerke bezeichnen [GW].
Die heutigen drahtlosen Netzwerke sind wesentlich leistungsfähiger, basieren aber auf der gleichen Idee. Drahtlose Netzwerke haben viele Anwendungsgebiete, wie z.B. das mobile Büro. Viele Leute, die geschäftlich oder privat viel unterwegs sind, möchten mit ihren mobilen Geräten nicht nur telefonieren, sondern auch Faxe empfangen, Emails abrufen und versenden, sich unterwegs in ihren Computern einloggen können, usw. In vielen Verkehrs- und Transportunternehmen gibt es großes Interesse an drahtlosen Netzwerken, um Daten mit dem Firmensitz abzustimmen und abzurufen. Es gibt viele weitere Anwendungsgebiete, wie z.B. beim Katastrophenschutz, oder beim Militär.
Drahtlose Netzwerke und mobile Computer haben nicht immer die selben Anwendungsgebiete. Um ein Notebook in einem Hotel an eine Telefondose anzuschießen ist kein drahtloses Netzwerk nötig. Andersherum ist es nicht nötig in einem Bürogebäude, das aus praktische Gründen ein drahtloses Netzwerk verwendet, unbedingt Mobilrechner zu verwenden. Es gibt aber auch Anwendungsgebiete wo beides sinnvoll ist, z.B. bei der Lagerhaltung in großen Lagerhäusern.
Obwohl drahtlose LANs sehr einfach zu installieren sind, haben sie doch einige Nachteile: Sie sind mit 1-2Mbps deutlich langsamer als normale LANs. Außerdem sind die Fehlerraten wesentlich höher als bei Kabel-Netzen und es kann bei mehreren sendenden Computern zu Störungen kommen. Die dritte Generation der drahtlosen Kommunikation wird mit Standards wie UMTS hohe Übertragungsraten für schnelle Internet-Zugriffe ermöglichen. Schon jetzt gibt es Standards wie HSCSD (high speed circuit switched data) mit dem Mobilfunkgeräte auf Übertragungsraten von bis zu 57,6kbps kommen, indem vier Zeitschlitze a 14,4 kbps gebündelt werden [NM]. Es gibt inzwischen auch neue, schnellere drahtlose Netzwerk-Standards wie LMDS (local mulitpoint distribution system) das über 500Mbps bietet. Die notwendigen Frequenzbereiche wurden bis jetzt nur in den USA freigegeben. [WD].
Damit zwei Schichten der Ebene n von zwei verschiedenen Rechnern miteinander kommunizieren können, benötigen diese ein sogenanntes Schicht n Protokoll. Ein Protokoll ist ein Regelwerk wie der Kommunikationsverkehr auszusehen hat, damit dieser von beiden Partnern verstanden wird. Ein 4-Schichten-Netzwerk wird im Bild 4 gezeigt. Zwei miteinander korrespondierende Schichten, von verschiedenen Rechnern, werden als Peers (Gleichrangige) bezeichnet.
Bild 4: Schichten, Protokolle und Schnittstellen
Jede Schicht die über einer anderen liegt, hat eine Schnittstelle (interface) zu der darunterliegenden. Die darunterliegende Schicht bietet über diese Schnittstelle ihre Dienste der oberen an. Wenn die Schnittstelle so angelegt ist, dass nur die notwendigsten Informationen ausgetauscht werden müssen, kann die darunterliegende Schicht mit geringerem Aufwand gegen eine andere ausgetauscht werden, denn die neue Schicht muss nur die gleichen Dienste anbieten wie die alte Schicht.
Eine Ansammlung von Schichten und Protokollen nennt man Netzwerk-Architektur. Die Spezifikation einer Netzwerk-Architektur legt die benötigten Schichten und Protokolle fest. Die Schnittstellen und die Umsetzung sind dabei egal, solange jede Maschine korrekt mit dem Protokollen umgehen kann. Eine Anzahl von Protokollen in einem System, bei denen jedes Protokoll in einer eigenen Schicht steckt, nennt man Protokoll-Stapel (protocol stack).
Hier ein Beispiel zur Kommunikation in einem fünf Schichten Netzwerk: Eine Nachricht M wird von einer Anwendung an Schicht 4 zum Versand übergeben. Schicht 4 hängt der Nachricht vorn einen Datenkopf für Nachrichten-Identifizierung an und gibt sie an Schicht 3 weiter. Der Datenkopf enthält Kontrollinformationen wie z.B. Sequenznummern, damit Schicht 4 beim Empfänger die Nachricht in die richtige Reihenfolge bringen kann, falls die niedrigeren Schichten nicht auf die Reihenfolge achten. In manchen Schichten werden den Datenköpfen auch andere Informationen, wie die Größe und die Uhrzeit angehängt. In den meisten Netzwerken gibt es in der 4. Schicht keine Größenbeschränkung bei den zu übertragenden Nachrichten, dafür aber fast immer in der darunterliegenden 3. Schicht. Folglich muss die 3. Schicht die Nachricht in kleinere Pakete zerhacken und jedes Paket mit einem Datenkopf versehen, damit diese wieder zusammengesetzt werden können. Des weiteren entscheidet die 3. Schicht, welcher Ausgangskanal gewählt wird und gibt die Pakete an Schicht 2 weiter. Die 2. Schicht hängt nicht nur einen Datenkopf, sondern auch ein Endstück an und gibt das ganze an Schicht 1 zur physikalischen Übertragung weiter. An der Empfängermaschine angekommen, wandert die Nachricht in den Schichten nach oben. Je nach Schicht wird die Nachricht wieder zusammengesetzt, richtig angeordnet und die Datenköpfe entfernt. Jede Schicht entfernt ihre spezifischen Datenköpf, bevor die Nachricht nach oben weitergereicht wird.
Das Wichtige am Bild 4 ist, dass der Unterschied zwischen virtueller und echter Kommunikation und der Unterschied zwischen Protokollen und Schnittstellen klar wird. Der Peer-Prozess in der 4. Schicht als Beispiel, sieht vom Konzept her so aus, als würde der Nachrichten-Austausch, mit Hilfe des Schicht-4-Protokolls, horizontal ablaufen. Jede Seite benutzt programmiertechnisch Methoden wie SendeAufDieAndereSeite oder EmpfangeVonDerAnderenSeite. Die Methoden kommunizieren jedoch trotzdem über die 4-3-Schnittstelle mit der 3. Schicht und nicht mit der anderen Seite.
Dieser Peer-Prozess ist trotzdem entscheidend für jede Entwicklung im Netzwerk-Bereich. Indem solche Vereinfachungen benutzt werden, kann der riesige Entwicklungsaufwand, den ein komplettes Netzwerk darstellt, in viele kleine Teile aufgeteilt werden und einfacher gelöst werden. Dadurch können dann z.B. auch Schichten individuell ausgetauscht und zugeschnitten werden.
Obwohl es hier um Software geht, muss erwähnt werden, dass die Schichten 1-3 normalerweise in die Netzwerk-Hardware integriert sind. Nichtsdestotrotz sind komplexe Protokoll-Algorithmen enthalten, die aber in Bausteine eingebettet sind.
Jede Schicht benötigt einen Mechanismus, mit dem sie Sender und Empfänger identifizieren kann. Normalerweise haben Netzwerke mehrere Rechner, auf denen mehrere Prozesse gleichzeitig ablaufen. Ein Programm muss also genau mitteilen können, mit wem es kommunizieren will. Da es mehrere Empfänger gibt, muss es also eine Adressierungsart geben, mit dem ein bestimmter Prozess in einem bestimmten Rechner erreicht werden kann.
Eine andere Designfrage ist die Festlegung von Regeln für den Datentransfer. In manchen Systemen kann man Daten nur in eine Richtung verschicken (Simplex- Kommunikation). In anderen Netzwerken können zwar Daten in beiden Richtungen verschickt werden, jedoch nicht gleichzeitig (Halb-Duplex) und in nochmals anderen geht beides gleichzeitig (Voll-Duplex). Das Protokoll legt außerdem fest, auf wievielen logischen Kanälen korrespondiert wird und welche Priorität diese haben. Die meisten Netzwerke haben zumindest zwei Kanäle pro Verbindung: einen für normale Daten und einen für dringende Daten.
Fehlererkennung und Korrektur ist auch ein wichtiger Bereich, da die Übertragungswege nicht perfekt sind. Es gibt einige gängige Fehlererkennungs- und Korrektur-Algorithmen, jedoch müssen sich beide Kommunikationspartner abstimmen, welcher verwendet werden soll. Außerdem muss der Empfänger dem Sender noch mitteilen können, welche Pakete fehlerhaft angekommen sind. Nicht alle Kommunikationskanäle behalten bei den gesendeten Paketen die richtige Reihenfolge bei. Das verwendete Protokoll muss dann dafür sorgen, dass der Empfänger die empfangenen Pakete wieder in die richtige Reihenfolge bekommt. Eine einfache Möglichkeit ist, einfach jedes Paket zu nummerieren.
Eine weiteres Problem ist, wenn der Sender Pakete schneller sendet, als der Empfänger empfangen kann. Ein Weg ist, den Sender über den momentanen Status zu informieren, ein anderer ist, eine Übertragungsrate mit dem Sender auszuhandeln.
Oft haben Empfänger das Problem, dass sie mit der vom Sender gewählten Paketgröße nichts anfangen können. Daraufhin muss der Sender die Pakete neu stückeln und nochmals senden. Eine weitere wichtige Frage ist, ob es besser ist, bei kleinen Datenmengen nicht vollständig gefüllte Pakete abzusenden, oder solange Daten zu sammeln, bis ein Paket voll ist. Dies hängt jeweils vom Netzwerk und den Applikationen ab, die verwendet werden.
Wenn es zu umständlich oder zu teuer ist, für jede auf einem Rechner laufende Netzwerk-Anwendung, eine eigene Verbindungsleitung einzurichten (was normalerweise der Fall ist), wird die unter diesen Prozessen liegende Schicht versuchen, alle Verbindungen über die vorhandene Verbindungsleitung herzustellen. Solange dieses Multiplexen und Demultiplexen nachvollziehbar vor sich geht, kann dies von jeder Schicht verwendet werden. Das Multiplexen wird in der physikalischen Schicht umgesetzt, wenn der ganze Datenverkehr von verschiedenen Verbindungen über wenige Drähte ablaufen soll.
Wenn es mehrere Verbindungswege zwischen Quelle und Ziel gibt, muss ein Verbindungsweg gewählt werden. Diese Entscheidung wird manchmal sogar von mehreren Schichten getroffen. Zum Beispiel, könnte eine höhere Schicht festlegen, welche Länder für die Verbindung in Frage kommen, und ein niedrigere Schicht wählt dann den konkreten Verbindungsweg aus.
Dienste werden an sogenannten SAPs (service access points; Dienstzugriffspunkte) angeboten. Die Schicht-n SAPs sind die Stellen, an denen die Schicht n+1 auf diese Dienste zugreifen kann. Jeder SAP hat eine eindeutige Adresse. Die SAPs sind vergleichbar mit Telefonsteckdosen, in die man ein Telefon einstecken kann, die dazugehörenden Telefonnummern sind die SAP-Adressen.
Wenn zwei Schichten miteinander Daten austauschen möchten, müssen sich beide Schichten über ein Protokoll zum Datenaustausch über die Schnittstelle einig sein. Bei einer typischen Schnittstelle übergibt die Schicht n+1 der Schicht n ein Schnittstellen-Datenpaket (IDU; interface data unit) über den SAP. Das Schnittstellen-Datenpaket besteht aus einem Nutzdatenpaket (SDU; service data unit) und einigen Steuerinformationen. Das Nutzdatenpaket, das die zu übertragenden Daten enthält, wird dann durch das Netzwerk zum Zielcomputer geschickt, wo das gleichrangige Gegenüber (peer entity) in der Schicht n das Paket zur Schicht n+1 nach oben weiterleitet.
Wenn Datenpakete in mehrere Nutzdatenpakete aufgespaltet werden müssen, müssen separate Protokolldateneinheiten (PDU; protocoll data units), die Steuerinformationen enthalten, mit übertragen werden. Diese Einheiten beinhalten z.B. Nummerierungen und Zähler, damit die zerstückelten Pakete in der gegenüberliegenden Einheit wieder zusammengesetzt werden können.
Alle Dienste können durch ihre Qualitätsmerkmale (quality of servie) unterschieden werden. Einige sind z.B. besonders sicher gegen Datenverlust, bei anderen sendet der Empfänger bei empfangenen Nachrichten eine Empfangsbestätigung zurück. Dies erzeugt zusätzliche Netzwerkbelastungen und kann auch zu Zeitverzögerungen im Netzwerk führen, deswegen muss man abwägen, welche Merkmale benötigt werden und welche nicht.
Zwei sichere, verbindungsorientierte Datendienste sind Nachrichtensequenzen und Bytestreams. Der Unterschied zwischen diesen beiden Verfahren ist, dass Nachrichtensequenzen Abgrenzungen (z.B. zwischen Dateien) aufrecht erhalten, während Bytestreams einen einzigen Datenstrom erzeugen, der z.B. der Fernsteuerung eines Computers dient.
Der bekannteste verbindungslose Datendienst ist Email. Gesendet wird normalerweise ohne Empfangsbestätigung. Ein solcher Datendienst wird auch als Datagramm Service bezeichnet. Die sicherere Variante mit Empfangsbestätigung wird als Aknowledged Datagramm Service bezeichnet. Daneben gibt es dann noch den Request-Reply Service z.B. für Datenbankabfragen.
Bild 5: Der NetWare Protokoll-Keller
In der, über der Netzwerk-Schicht liegenden, Transport-Schicht befindet sich das Herzstück von NetWare, das NCP (Network Core Protocol). Dieses Protokoll bietet neben reinem Datentransfer auch zahlreiche andere Dienste. Daneben befindet sich noch ein reines Transportprotokoll: SPX (Sequenced Packet eXchange), und sogar TCP ist optional möglich.
Das ARPANET war das erste Paket-orientierte Netzwerk. Es hatte auch ein Subnetz, das mit Minicomputern realisiert wurde. Von diesen Minicomputern, genannt IMPs (interface message processors), war jeder mit mindestens zwei anderen verbunden. Wenn eine Datenleitung zusammenbrach, konnten die Pakete über eine andere Route dennoch ihr Ziel erreichen.
Es gab für die Subnetz- und die Host-Rechner separate Softwaresysteme. Die Host-Rechner hatten ein Host-zu-Host Protokoll. Da die Hosts aber nicht direkt miteinander verbunden waren, setzte dieses dann auf ein Host-zu-IMP Protokoll auf. Im Subnetz hatten die IMPs ein Host-zu-IMP Protokoll, ein IMP-zu-IMP-Protokoll und ein Protokoll für den Datenaustausch zwischen zwei IMPs die nicht direkt miteinander verbunden sind, dies baute wieder auf das IMP-zu-IMP-Protokoll auf.
Da die ARPANET-Protokolle nicht dafür geeignet waren, über mehrere Netzwerke zu laufen, wurden diese 1974 durch das TCP/IP-Protokoll ersetzt. 1983 hatte das ARPANET über 200 IMPs und hunderte von Hosts. Der militärische Teil des ARPANET wurde zu diesem Zeitpunkt zum MILNET abgespalten, blieb aber noch mit Gateways an das ARPANET angeschlossen. Das ARPANET wurde 1990 von anderen Netzwerken abgelöst und abgeschaltet.
1984 fing die NFS an, den Nachfolger des ARPANET zu entwickeln, der dann allen Wissenschaftsgruppen der Universitäten den Zugriff ermöglichen sollte. Den Anfang machte ein Netzwerk-Backbone an das sechs Supercomputer-Zentren angeschlossen wurden. Dies Supercomputer waren aber nicht direkt miteinander verbunden, sondern jedem Supercomputer wurde ein Microcomputer unterstellt, der als Fuzzball bezeichnet wurden. Das Subnetz wurde aus diesen Fuzzballs und 56kbit-Telefonleitungen gebildet, das von Anfang an TCP/IP verwendete. Das komplett ausgebaute Netzwerk, an das zahlreiche Universitäten und Forschungszentren angeschlossen wurden, wurde dann als NSFNET bezeichnet.
Das NSFNET-Backbone wurde im Laufe der Jahre mehrfach durch schnellere ersetzt, zuletzt 1990 durch das ANSNET mit 45Mbps. 1995 wurde das ANSNET-Backbone dann an America Online verkauft, da es inzwischen zahlreiche kommerzielle IP-Netzwerke gab und das NSFNET-Backbone somit überflüssig wurde.
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| Letzte Änderung: 2001-02-09 10:49:20 |